Geschehnisse im Jahr 1973
„Kleiner Grenzverkehr“
Als am 21. Juni 1973 der Grundlagenvertrag in Kraft tritt, wird die deutsch-deutsche Grenze zumindest von einer Seite her durchlässiger. Die bestehenden Grenzübergänge werden ausgebaut, vier neue werden geöffnet. Der sogenannte “kleine Grenzverkehr” erlaubt ab Anfang Juli westdeutschen Anwohnern grenznaher Kreise – das sind immerhin 6 Millionen Bundesbürger – erstmals eintägige Besuche bei ihren östlichen Nachbarn.
DDR in der UNO
Ein eindrucksvolles Ergebnis des Grundlagenvertrages: Die UN-Generalversammlung beschließt die Aufnahme der DDR und der Bundesrepublik Deutschland in die Vereinten Nationen. Von nun an sitzen die beiden Delegationen der Mitgliedsstaaten Nr. 133 und 134 direkt nebeneinander im Sitzungssaal der Vollversammlung. Die DDR profitiert am meisten von der Mitgliedschaft: Sie erweitert ihren außenpolitischen Spielraum beträchtlich.