Geschehnisse im Jahr 1958


Berlin-Ultimatum


Die Berlin-Krise begann am 27. November 1958, als sich die Sowjetunion unter Nikita S. Chruschtschow mit einer Note an die Westmächte richtete. Diese Note wird als das Berlin-Ultimatum bezeichnet.

Grundlage für diese Note war die Aufkündigung des Viermächtestatus für Berlin und Deutschland als Ganzes durch die Sowjetunion. 
In der Note forderte die Sowjetunion die Umwandlung West-Berlins in eine selbstständige politische Einheit zu einer so genannten Freien Stadt, also unabhängig von der Bundesrepublik Deutschland und DDR. Diese Forderung beinhaltete auch die Forderung nach einem Abzug der Truppen der Westalliierten und war Bestandteil der Drei-Staaten-Theorie der Sowjetunion.

Am 14. Dezember 1958 bestätigen die Außenminister der drei Westmächte Frankreich, Großbritannien und die USA und die Bundesrepublik auf einer Konferenz in Paris ihre Entschlossenheit, ihre Rechte in Berlin zu wahren.

 


Kollektivierung (Wirtschaft)


1958 plant die DDR, die Landwirtschaft komplett zu verstaatlichen. Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht setzt auf dem 5. Parteitag der SED die Vorgabe, dass “die Überlegenheit unserer Gesellschaftsordnung” erwiesen werden und “infolgedessen der Pro-Kopf-Verbrauch unserer werktätigen Bevölkerung [...] den Pro-Kopf-Verbrauch in Westdeutschland” übertreffen solle. Dieses Wachstum soll mit dem “Aufbau des Sozialismus” einhergehen und bis Ende 1961 abgeschlossen sein.

In der Folge verlieren immer mehr privatwirtschaftlich organisierte Handwerks- oder Handelsbetriebe ihre Selbständigkeit. Noch folgenschwerer ist die nun weiter verstärkte Kollektivierung der Landwirtschaft. Die Bodenreform von 1945 hatte die Großbetriebe verschwinden lassen. Nun will die SED-Führung auch noch die verbliebenen kleinen und mittleren Bauernhöfe in die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften zwingen. Immerhin werden 1958 noch 62 Prozent des Bodens von Einzelbauern bestellt.


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