Geschehnisse im Jahr 1972
Grundlagenvertrag
Staatssekretär Michael Kohl und Egon Bahr unterzeichnen in Ost-Berlin den Grundlagenvertrag. Der Vertrag ist ein Kompromiss zwischen dem ostdeutschen Bemühen um Anerkennung der DDR als Staat und dem westdeutschen Wunsch, das Ziel der nationalen Einheit nicht aufzugeben. Es wird festgelegt, dass die Beziehungen beider Länder nach den Grundsätzen des Völkerrechts geregelt werden, und doch verweigern sich beide die volle völkerrechtliche Anerkennung. Statt Botschaften werden nur “Ständige Vertretungen” eingerichtet. In der internationalen Politik öffnet der Vertrag mehr Handlungsspielraum für beide Staaten, wie ihre Aufnahme in die Vereinten Nationen beweist.
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