Geschehnisse im Jahr 1952
Stalin-Noten
Am 10. März 1952 bot Stalin den Westmächten (Frankreich, Großbritannien, USA) in einer Note (Die diplomatische Note ist eine Form des Briefwechsels zwischen den diplomatischen Vertretungen im Empfangsstaat und dem Außenministerium des Empfangsstaates) Verhandlungen über die Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschlands an.
Diese Note und die Erwiderungen Stalins auf die Antworten der Westmächte werden als Stalin-Noten bezeichnet.
Bundeskanzler Konrad Adenauer, die westdeutsche Öffentlichkeit und die Westmächte lehnten die Stalin-Noten als Störmanöver ab.
Innerdeutsche Grenze
Als innerdeutsche Grenze wird die ehemalige 1378 Kilometer lange Grenze zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet. Der Grenzverlauf zwischen den westlichen Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone wurde von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges festgesetzt und bestand nach der Gründung der beiden deutschen Staaten (1949) fort.
In der Realität wirkte diese Grenze nicht lediglich als eine landesinterne Grenze und auch nicht nur als eine Staatsgrenze, sondern war Teil der Grenze zwischen zwei unterschiedlichen
Gesellschaftssystemen sowie zwischen gegensätzlichen Militärblöcken (NATO – Warschauer Pakt) und gegensätzlichen Wirtschaftsblöcken (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft – Rat für gegenseitige
Wirtschaftshilfe).
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Sozialismus wird Staatsziel der DDR
Auf der 2. Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands verkündet Generalsekretär Walter Ulbricht offiziell den Aufbau des Sozialismus. Damit nennt die Staatspartei SED eine Politik beim Namen, die sie schon längst in die Wege geleitet hatte - sei es bei der Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, den Reformen im Bildungssystem oder bei der Umformung von Polizei, Justiz und Geheimdienst.
Kollektivierung in der DDR
Die Kollektivierung bezeichnet den Zusammenschluss landwirtschaftlicher Betriebe zu genossenschaftlichen oder staatlichen Betrieben. Vor allem in sozialistischen Ländern wie der früheren Sowjetunion wurde die Kollektivierung von staatlicher Seite, auf der Grundlage von Gesetzen, teilweise mit polizeilicher Gewalt, durchgesetzt.
In der DDR galt die Kollektivierung in der Landwirtschaft („Sozialistischer Frühling“) seit dem 31. Mai 1960 als vollendet: Bis zu diesem Tag waren 19.345 Genossenschaften (LPGs) gegründet worden, die auf 83,6 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche produzierten.