Geschehnisse im Jahr 1982
Wehrgesetz in der DDR
In der DDR tritt das neue Wehrdienstgesetz in Kraft. Die Wehrdienstzeit liegt weiterhin bei achtzehn Monaten. Jedoch sollen im Verteidigungsfall nun auch Frauen eingezogen werden können. Betriebe und Schulen werden verpflichtet, junge Menschen mit einer vormilitärischen Ausbildung auf den Wehrdienst vorzubereiten. Diese Praxis wird inoffiziell schon seit einigen Jahren gepflegt. Bereits seit 1978 gibt es in den zehnklassigen allgemeinbildenden Polytechnischen Oberschulen den Wehrkundeunterricht. Dazu gehören auch Schieß- und Exerzierübungen in einem “Wehrlager”. Mädchen werden alternativ in “Zivilverteidigung” geschult. 1981 findet der Wehrkundeunterricht auch Eingang in die Lehrpläne der elften Klassen der Erweiterten Oberschulen.
Wirtschaftskriese in der DDR
Wirtschaftskrise in der DDR (Wirtschaft) permanent ab den 70er
Die “Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik” des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker hatte seit seinem Amtsantritt zwar für einen erhöhten Lebensstandard in der DDR, aber auch für Schulden
gesorgt. Nun trifft eine schlechte Ernte das Land. Als die Sowjetunion auch noch ihre Erdöllieferungen drosselt, fällt eine wichtige Devisenquelle aus.