Geschehnisse im Jahr 1953


╬od Stalins am 17. Juni 1953


Am 5. März stirbt der sowjetische Diktator Josef Stalin in Moskau an den Folgen eines Schlaganfalls. Es ist ein langsamer Tod, auch weil seine von jahrzehntelangem Terror eingeschüchterte Umgebung sich nicht traut, eine schnelle medizinische Versorgung zu veranlassen. Vier Tage später, als Stalin im Lenin-Mausoleum beigesetzt wird, strömen 1,5 Millionen Menschen auf den Roten Platz. Von der Elbe bis zum Amur wehen schwarze Fahnen.


Das SED-Organ “Neues Deutschland” druckt auf Sonderseiten Lobpreisungen für den “größten Menschen unserer Epoche”. Der DDR-Schriftsteller Johannes R. Becher dichtet: “Und aller Ruhm der Welt wird Stalin heißen! Lasst uns den Ewig-Lebenden lobpreisen!” In Ost-Berlin findet am Tag der Beisetzung Stalins ein Staatsakt in der Staatsoper unter den Linden statt. Für 10 Uhr sind in der DDR fünf Schweigeminuten angeordnet, und ab Mittag paradieren hunderttausende vor dem Denkmal des Diktators in der nach ihm benannten Stalinallee.

 

DDR Rundfunk Stalin ist tot:

 

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