1. Die Weimarer Republik

 



1.1 Das Krisenjahr 1923

 


Darstellung zum Krisenjahr 1923



Die Dolchstoßlegende


Die Dolchstoß legende war eine Parole, die wie fast keine andere zur Zerstörung der Demokratie in der Weimarer Republik (1918 bis 1933) beigetragen hat. Bald nach der Niederlage der deutschen Streitkräfte im Ersten Weltkrieg war in Zeitungen zu lesen, das deutsche Heer sei im Felde unbesiegt, aber von hinten, aus der Heimat heraus, mit einem Dolchstoß erledigt worden. Der Vorwurf richtete sich vor allem gegen die am 3. Oktober 1918 gebildete parlamentarische Regierung und schließlich gegen Parlamentarismus und Demokratie überhaupt. Besonders verhängnisvoll war die Aussage des Feldmarschalls Paul von Hindenburg. Damit wollte er die Demokraten- und Arbeiterbewegung für die Niederlage verantwortlich machen, da diese Vaterlandsverräter durch ihre Friedensforderungen und Arbeitsniederlegungen gegen Ende des Krieges der tief im Feindesland stehenden, im Felde unbesiegten Armee in den Rücken gefallen seien und Heer und Flotte heimlich und planmäßig zersetzt hätten.
Hindenburg täuschte damit bewusst die Öffentlichkeit, denn er selbst hatte zusammen mit der Obersten Heeresleitung im Oktober 1918 die Forderung nach einem Waffenstillstandsgesuch erhoben, mit der Feststellung, die militärische Niederlage sei unabwendbar.



Der Versailler Vertrag


 

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Der Versailler Vertrag sorgte für heftige Kritik gegen die Weimarer Republik besonders von Seiten der Rechten (alte Reichswehr usw.), da er als Erniedrigung des deutschen Volkes angesehen wurde. Er wurde von den Rechten zu Propagandazwecken genutzt, indem man dem Volk einredete, die Demokraten hätten den Versailler Vertrag verursacht, indem sie ihn unterzeichneten. In Wahrheit lagen die Ursachen natürlich viel tiefer. Es war ein Hauptziel der deutschen Außenpolitik, den Versailler Vertrags aufzuheben.


Die Besetzung des Ruhrgebietes


Reparationslieferungen:

132 Milliarden Goldmark in 66 Jahresraten zu entrichten

August 1922 verzicht auf Geldleistungen, aufgrund schlechter finanzieller Lage DE

Erhöhung der Güterlieferungen (Holz, Kohle)


Besetzung des Ruhrgebietes:

Ende 1922 konnte Deutschland nicht liefern

            -> Frankreich sieht einen Vertragsbruch, da es selbst durch den Krieg dicke Rote

                  Zahlen schrieb.

 

Daraufhin wurde das Ruhrgebiet ab dem 11.1.1923 von französischen und belgischen  Truppen (60 000 Soldaten) besetzt.

Passiver Widerstand:
Der Einmarsch der Franzosen löste deutschlandweit Entrüstung aus. Selbst die Deutsche Regierung unter  Wilhelm Cuno protestierte dagegen und stellte sowohl Reparationszahlungen als auch Reparationslieferungen ein. Die Folge war der Aufruf zum passiven Widerstand.

Den Beamten wurde untersagt, den Befehlen der Franzosen zu folgen; die Bevölkerung verweigerte die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht.


Belagerungszustand:

Als Strafe dafür verhängte der französische Ministerpräsident Poincaré den Belagerungszustand. Dazu kam, dass Bergwerke und Fabriken stillgelegt und geschlossen wurden, öffentliche Gelder und Firmenkassen wurden beschlagnahmt und ca. 150.000 Menschen („Staatsdiener“) wurden ausgewiesen; Ministern wurde die Einreise untersagt.


Ruhrkampf :

Auf beiden Seiten kam es ebenfalls zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Gegen den Willen der Regierung wurden von deutscher Seite Sabotage- und Sprengstoffanschläge auf Verkehrswege und Transport-mittel verübt, um den Abtransport von Gütern zu verhindern. Französische Soldaten erschossen in Essen 13 streikende Arbeiter und in Dortmund 7 Männer, die eine verhängte Ausgangssperre überschritten hatten.
Der Ruhrkampf forderte insgesamt 137Menschenleben, der wirtschaftliche Schaden belief sich auf 3,5 bis 4 Milliarden Goldmark.


Aufgabe des Widerstandes:

Die deutsche Wirtschaft, die durch die Geldinflation angeschlagen war, konnte die Kosten der rasenden Inflation nicht mehr verkraften. Deshalb hat die neue Regierung mit Gustav Stresemann beschlossen, den Widerstand dagegen aus finanziellen Gründen am 26 September 1923 aufzugeben. Bei der Bevölkerung hinterließen die Auseinandersetzungen betroffene Gebiete und einen gesteigerten Hass auf die Franzosen.

 

 


Die Inflation


Ursachen
Die Entwicklung der Inflation in Deutschland begann mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges.
Ein drittel des Geldumlaufs war durch Goldreserven oder auch durch andere Sicherheiten gedeckt. Durch die Aufhebung dieser Reserven, da man diese zur Finanzierung der Krieges benötigte, druckte das deutsche Reich immer mehr Geldscheine . Bis Kriegsende verfünffachte sich die Menge des Geldes. Dies führte zur Preissteigerungen und der Wert des Geld verringerte sich stark. 1916 wurden dann alle Silber und Goldmünzen eingezogen um den Krieg zu finanzieren. Auch durch die Kriegsanleihen, die nach gewonnen Krieg zurückgezahlt werden sollten, entstand die hohe Staatsverschuldung (ca. 150 Milliarden Goldmark). Ab 1918, nach Kriegsende, musste man für den wiederaufbau, soziale Leitungen für Kriegsopfer und Hinterbliebene laufend neue Kredite aufgenommen werden.
Als dann 1921 auch noch die Reparationszahlungen (132 Milliarden Goldmark) dazukamen, verschlimmerte sich die Lage nochmals enorm. Das ließ den Wert der Mark weiter absinken und die Preise steigen weiter. Nicht einmal um die Zinsen der Staatsschulden zu tilgen reichten die Einnahmen des Staates.


Verlierer der Inflation
Die größten Verlierer der Inflation waren vor allem Arbeitnehmer, Rentner, Vermieter und die Besitzer von Bargeld oder Sparguthaben. So z. B. wer vor dem Krieg 10 000 Goldmark für seine Altersversorgung angespart hatte, dem blieben davon Ende 1923 noch 0,0001 Pfennig.


Gewinner der Inflation
Gewinner der Inflation waren  diejenigen, die verschuldet waren, da sie diese mit wertlosem Geld begleichen konnten. Auch die Besitzer von Fabriken, Häusern und Grundstücken profitierten, solange sie diese nicht verkauften. Auch Exportunternehmer machten gute Geschäfte, da sie ihre Lohn- und Betriebskosten durch die Inflation stark senken konnten
Während viele Sparer alles verloren, gab es aber auch Leute, die in dieser Zeit viel Geld gewannen.
Zum Beispiel  Hugo Stinnes: Er kaufte von 1920 bis 1922 auf Kredit Anteile an mehr als 1600 Betrieben, die er dann problemlos mit der wertlosen Goldmark zurückzahlen konnte
Einer der größten Gewinner war aber auch der Staat selbst. Die gesamten Kriegsschulden von 164 Milliarden Goldmark betrugen 1923 bei der Währungsreform nur noch 16,4 Pfennige, was natürlich die diejenigen ärgerte, die ihr Geld in Kriegsanleihen investierten. Dies schwächte das Vertrauen zwischen Bevölkerung und dem Staat noch mehr.


Währungsreform
Eine neue Regierung unter Gustav Stresemann, bestehend aus einer "Großen Koalition" von SPD, DDP, Zentrum und DVP leitete am 15. November eine 1923 neue Währungsreform ein, die Rentenmark. Nun erhielt man für 1 Billion Papiermark 1 Rentenmark. Die Rentenmark wurde jedoch am 30. August 1924 durch die goldgedeckte Reichsmark abgelöst, die auch im internationalen Zahlungsverkehr voll anerkannt war.
 

 


  Der Hitler - Putsch


Politische Lage in Bayern
In Bayern und in München wurde die Entscheidung zu einer Reichsregierung nicht akzeptiert. Stattdessen kam es zu einer Hochburg rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen. Wegen ihrem großen Willen die alte Monarchie fortzuführen haben sie Gustav Ritter von Kahr zu ihrem „Monarchen" gemacht. Sie übertrugen ihm die diktatorische Vollmacht.

Sogar die Reichswehr in Bayern unter Generalleutnant Otto von Lossow weigerte sich Befehle aus Berlin auszuführen.

Diese kritische Lage versuchte Adolf Hitler zusammen mit Erich Ludendorf, einer der berühmtesten Generäle im ersten Weltkrieg, für seine Zwecke auszunutzen.

Er war Führer der NSDAP, einer ebenfalls rechtsradikalen Partei. Es sprach zwar von einer gemeinsamen Durchsetzung der Monarchie, verfolgte jedoch eigene Interessen                 

 
Versammlung im Bürgerbraukeller

Am Abend des 8. Novembers wurde eine Versammlung von wichtigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Militär gehalten. Hitler stürmte diese Versammlung und konnte von Kahr, von Seißer und von Lossow dazu überreden ihn zu unterstützen, indem sie ihm halfen die Regierung zu stürzen. Sie widerriefen dies jedoch ein paa r Stunden später wider und alarmierten die Polizei zur Niederschlagung des Aufstandes.

Marsch auf die Feldherrnhalle

Hitler erkannte das sein Putschversuch nicht genug Unterstützung bekam und plante daraufhin eine Demonstration mit einigen tausenden Anhängern. An der Feldherrnhalle wurde die Menge von einer Polizeiabsperrung aufgehalten. 17 Menschen starben, Hitler konnte fliehen.

Der Hitlerprozess

Zwei Tage später konnte Hitler gefasst werden, und wurde wegen Hochverrats zu 5 Jahren Haft verurteilt. Die NSDAP wurde im gesamten Reich verboten. Das Urteil fiel so milde aus, da die Richter Sympathien für Hitler hegten. Er saß von den 5 Jahren jedoch nur 9 Monate ab.



Die Folgen des Krisenjahres 1923

Bei den Wahlen 1924: Radikalisierung der Wählerschaft nach Links (KPD) 12,6% und nach Rechts (DNVP/NSDAP) 19,5% / 6,6%!




1.2 Außenpolitik Gustav Stresemanns

Gustav Stresemann: Kanzler vom Aug. bis Nov. 1923;
Außenminister von 1923 bis 1929



Quelle 1

Kronprinzenbrief   Auszug 

Gustav Stresemann antwortet auf ein Brief des preußischen Kronprinzen, der Bedenken äußert zum beabsichtigten Eintritt Deutschlands in den Völkerbund

 

Aus der Antwort Dr. Stresemanns vorn 7. September 1925:

... Zu der Frage des Eintritts in den Völkerbund möchte ich folgendes bemerken: die deutsche Außenpolitik hat nach meiner Auffassung für die nächste, absehbare Zeit drei große Aufgaben:
Einmal die Lösung der Reparationsfrage in einem für Deutschland erträglichen Sinne und die Sicherung des Friedens, die die Voraussetzung für eine Wiedererstarkung Deutschlands ist.
Zweitens rechne ich dazu den Schutz der Auslandsdeutschen, jener zehn bis zwölf Millionen Stammesgenossen, die jetzt unter fremdem Joch in fremden Ländern leben.
Die dritte große Aufgabe ist die Korrektur der Ostgrenzen: die Wiedergewinnung von Danzig, vom polnischen Korridor und eine Korrektur der Grenze in Oberschlesien.
Im Hintergrund steht der Anschluß von Deutsch-Osterreich.. .
Wollen wir diese Ziele erreichen, so müssen wir uns aber auch auf diese Aufgaben konzentrieren. Daher der Sicherheitspakt, der uns einmal den Frieden garantieren und England, sowie ... Italien als Garanten der deutschen Westgrenze festlegen soll. Der Sicherheitspakt birgt andererseits in sich den Verzicht auf eine kriegerische Auseinandersetzung mit Frankreich wegen der Rückgewinnung Elsaß-Lothringens...
Die Sorge für die Auslandsdeutschen spricht für den Eintritt in den Völkerbund ... Die Bedenken, daß wir im Völkerbund überstimmt werden, gehen von der falschen Voraussetzung aus, daß es in diesem Völkerbundsrat, der die Entscheidung hat, eine Überstimmung gibt. Die Beschlüsse des Völkerbundsrats müssen einstimmig gefaßt werden ...

 

aus: Michalka, W./Niedhart, G.: Die ungeliebte Republik. [dtv-Dokumente 2918], München 1980, S. 162 ff


Adolf Hitler: Reichskanzler und „Führer“ 1933 - 1945



Quelle 2

„Über die Notwendigkeit des imperialistischen Krieges und der Eroberung Russlands“ aus A. Hitler, Mein Kampf 1925/26
Dem gegenüber müssen wir Nationalsozialisten unverrückbar an unserem außenpolitischen Ziele festhalten, nämlich dem deutschen Volk den ihm gebührenden Grund und Boden auf dieser Erde zu sichern. Und diese Aktion ist die einzige, die vor Gott und unserer deutschen Nachwelt einen Bluteinsatz gerechtfertigt erscheinen läßt...
A. Hitler, Mein Kampf, München (1925/26) Ausgabe 1934, S. 739.

Damit ziehen wir Nationalsozialisten bewußt einen Strich unter die außenpolitische Richtung unserer Vorkriegszeit. Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete. Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach Süden und Westen Europas und weisen den Blick nach dem Land im Osten. Wir schließen endlich ab die Kolonial- und Handelspolitik der Vorkriegszeit und gehen über zur Bodenpolitik der Zukunft.

Das Riesenreich im Osten ist reif zum Zusammenbruch. Und das Ende der Judenherrschaft in Russland wird auch das Ende Russlands als Staat sein. Wir sind vom Schicksal ausersehen, Zeugen einer Katastrophe zu werden, die die gewaltigste Bestätigung für die Richtigkeit der völkischen Rassentheorie sein wird.

 A. Hitler, Mein Kampf, München (1925/26) Ausgabe 1934, S. 742.


Aufgabe zu Gustav Stresemann
Vergleiche die außenpolitischen Ziele Gustav Stresemanns mit denen Adolf Hitlers. Welche Folgen dürfte die jeweilige Außenpolitik für Deutschland und die Welt haben?

Gustav Stresemann hatte 3 Haupt außenpolitische Ziele.
Erstens wollte er eine Lösung für Reparationszahlungen erwirken, da er mit diesem Vorgehen den Frieden für Deutschland gewährleistete und eine Wiedererstarkung Deutschlands herbeiführte. Zweitens wollte er die Auslanddeuten schützen, welche in fremden Ländern lebten. Ihre Zahl betrug ca. 10 – 12 Mio.
Drittens wollte er die Ostgrenze korrigieren. D.h. die Wiedergewinnung von Danzig, welches zum polnischen Korridor gehörte. Auch wollte er die Grenze in Oberschlesien ausweiten. Er schloss obendrein einen Friedenspakt damit England keine Gründe mehr besaß Deutschland anzugreifen. Die Folge war jedoch das sie Elsaß-Lothringen aufgeben mussten. Zusätzlich wollte er in den Völkerbund eintreten damit Deutschland wieder eine internationale Anerkennung erlangte.

Adolf Hitler  hingegen hatte völlig andere Ziele wie Gustav Stresemann.  Er wollte den Deutschen Grund und Boden sichern. Er sah es von Gott gerechtfertigt für diese Aktion einen Bluteinsatz zu zahlen.  Er wollte dort weiter machen wo man vor 600 Jahren scheiterte. Er hatte vor den Germanenzug von Süden und Westen zu ändern und nun Osten anzugreifen.  Er wollte die Judenherrschaft in Russland unterbinden und das gesamte Reich zum Einsturz bringen.

Damit wollte er die Richtigkeit der Rassentheorie ein für alle mal festigen.


Folgen der Außenpolitischen Ziele: Stresemanns Ziele waren zwar nicht ganz so imposant wie die von Hitler, doch er konnte sie erfüllen ohne dabei einen Weltkrieg auszulösen. Hitler hingegen konnte seine Ziele nur per Krieg erreichen und kündigte somit bereits 1925/26 den Zweiten Weltkrieg an.

Ergebnisse der Politik Stresemanns:

1925 Vertrag von Locarno: Deutschland verzichtet endgültig auf Elsass-Lothringen. Man behält sich friedliche Revision der Ostgrenze vor GB, I, B, D, F garantieren den Vertrag
1924 Dawes-Plan Reparationszahlungen auf 2 Mrd. RM jährlich begrenzt. D erhält eine Finanzspritze (800 Mill. $) zur Belebung der Wirtschaft
1925 Franzosen räumen das Ruhrgebiet

1926
Dtld.  wird Mitglied im Völkerbund (internationale Anerkennung)

1926
Neutralitätspakt mit der Sowjetunion (SU)

1929
Young-Plan: 1-2 Mrd. RM jährlich bis 1988 (Reparationen)

1930
vorzeitige Räumung des Rheinlandes d. die Franzosen

1932
Reparationen mit Endzahlung von 3 Mrd. RM abgeschlossen









1.3 Weltwirtschaftskrise 1929 - 1933



Ursachen der Wirtschaftskrise
Die USA erziehlen gewalitige Gewinne aus den Waffenverkäufen während des ersten Weltkriegs (F,Ru,GB).
-> Aktienkurse steigen rapide an.
--> Die USA beliefern die Notleidenen Länder mit allem was es gibt.
---> Aktien / Gewinne steigen weiter an. Diese Gelder werden wiederrum investiert / Porduktivitätssteigerung (immer mehr, immer günstiger). Immer größere Warenmengen werden produziert.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden neue Technologien erfunden, wie z. B. Fließbandproduktion, durch welche nun größere Mengen an Waren zu einem geringeren Preis hergetellet werden konnten. Der Spitzenreiter war hierbei die USA. Die wirtschaftlichen Erfolge der Unternehmen führte an den Börsen zu rapid steigenden Aktienkursen. Der einfache Amerikaner kauft nun Aktien auf Kredit. Ab 1928 wurden nun immer mehr Aktien über Kredite finanziert. Durch den späteren Verkauf erziehlt er einen höheren Gewinn.
-> Da in die Unternehmen immer mehr in Aktien investierten, erhöhte sie die Produktion noch weiter. Die voraussehbare Folge daraus war eine Überproduktion: Es konnten nicht mehr genug Käufer für die produzierte Waren gefunden werden ( Überproduktionskrise). Die Produktion wurde eingeschränkt und immer mehr Arbeiter entlassen, da man die Löhne nicht mehr Zahlen konnte. Die Folge auf diesen Produktionssturz war, dass immer mehr Aktien verkauft wurden, was dann am Dienstag, dem 29. Oktober 1929 zum Zusammenbruch der Börse in New York führte ("Schwarze Freitag"). Bis 1932 sank der Dow Jones (Amerikanischer Aktienindex) um 85%.

Die Weltwirtschaftskrise erfasste alle Wirtschaftsbereiche (sogar die Landwirtschaft). Die Banken kriegen die Kredite von den Leuten nicht mehr zurück, da sie keine Sicherheiten von ihnen gefordert hatten. Da die verkauften Aktien nur noch die Hälfte des früheren Wertes betrugen wurde nur die Hälfte des Kridites zurückgezahlt.
-> Viele Banken gingen Pleite (Bankenkriese).
--> Da die Banken keine Kredite mehr an die Firmen vergeben können (Rohstoffverkauf), gehen viele Fabriken und Firmen pleite.
Es kam zu Massenentlassungen wodurch die Arbeitslosigkeit rapide anstieg.
1933 waren ganze 13 Mio. Amerikaner ohne Arbeit.
-> Die Folge daraus war ein starken Rückgang des Welthandels da kein Geld mehr zu Verfügung stand. So sprang die Krise auch auf andere Staaten über, weil diese nun Ihre Produkte nicht mehr an Amerika verkaufen konnten. Nun zogen auch die Banken ihre Auslandskredite zurück, was die Lage nochmals verschlimmerte.


Auswirkungen auf Deutschland

Am schlimmsten in ganz Europa wurde Deutschland von der Krise getroffen. Nach dem Krieg hatte Amerika in Deutschland investiert um ihre Wirtschaft wieder anzukurbeln und dadurch die Gewinne einzustreichen (Deutschland musst sich nach dem Krieg wieder modernisieren und Sachen wieder aufbauen). Wegen der Krise zog Amerika die Kredite dann wieder zurück da sie nicht mehr in der Lage waren diese zu finanzieren.  Ohne die Kredite hatten viele Firmen nicht genug Eigenkapital und mussten Konkurs anmelden. Viele Menschen wurden arbeitslos und die Kaufkraft sank weiter. Die Folge war das die Produktion eingeschränkt werden musste. Die industrielle Produktion viel von 1929 bis 1932 um ganze 40%. Somit geriet Deutlschand in den sleben Täufelskreis wie Amerika.



Bankenkrise

Auch die Banken waren hart von der Krise betroffen. Firmen konnten ihre Schulden nicht begleichen. Zudem mussten sie US-Kredite zurückzahlen. Viele Sparer hoben ihr Sparguthaben ab da sie von der Inflation misstrauisch geworden waren, was natürlich einige Banken erst recht in den Bankrott trieb.


Die Lage der Arbeitslosen

Die Lage der Arbeitslosen war hoffnungslos. Viele Arbeitslose waren unter 25 und für ältere Menschen bestand gar keine Hoffnung mehr einen Job zu finden. Wer noch Arbeit hatte wurde schlecht bezahlt und musst ständig mit einem Verlust des Arbeitsplatzes rechnen. Auch die Obdachlosigkeit nahm zu und die Kriminalitätsrate stieg an.


Maßnahmen der Regierung

Die Regierung versuchte es mit sparen. Keine Aufträge mehr an die Industrie, Gehälter der Beamte kürzen und die Sozialabgaben senken. Dies war die schlechteste Antwort auf die Krise die sie machen konnten. Dies führte nämlich dazu das die Kaufkraft der Bevölkerung weiter sank und die Arbeitslosigkeit weiter anstieg. Die Bevölkerung war enttäuscht und wählte vermehrt die NSDAP, welche Lohn und Arbeit für alle versprach.




1.4 Niedergang der Weimarer Republik


 

 


1. Hauptgrund für den Nieder gang waren die Kriesen

Die Weimarer Republik ist wegen vielen verschiedenen Gründen zu grunde gegangen. Einer der Hauptgründe waren die vielen Krisen, welche die Republik überstehen musste.

1. Der Versailler Vertrag
2. Die Wirtschaftliche Not nach dem Krieg
3. Die Putschversuche ( 1920 und 1923)
4. Ruhrbesetzung
5. Inflation 1923
6. Weltwirtschaftskriese 1923 – 1933
All diese Krisen schoben die Linken und die Rechten den Demokraten in die Schuh. Welche eigendlich nichts dafür konnten.
Die Alte Reichswehr war für den Krieg und die daraus folgenden Krisen zuständig. Diese wälzen allerdings alles auf die Demokraten ab und sind fest in der Überzeugung sie hätten den 1. Weltkrieg gewonnen, wenn die Demokraten ihnen nicht in den Rücken gefallen wären.

  2. Hauptgrund für den Niedergang waren die Rechten
Der 2. Grund war die Reichswehr welche immer noch große Abneigung gegen die Demokratie hägte.
1. Die Rechtslastigkeit der Weimarer Justiz (Rechtsmitlider wurden so gut wie nie verhaftet und wenn doch dann nur für wenige Monate wenn nicht soagar nur Wochen).
2. Die Linksradikalen wurde bei Aufständen brutal niedergeschlagen. Die Rechten wurden jedoch völlig ignorierd und in Frieden gelassen.
3. Hitler war 1919 bei der Reichswehr ->
bei der Anklage wegen des Hitlerputschs wurde er nur für 5 Jahre verklagt, obwohl er eigendlich hätte verstoßen werden müssen (nach 6 Monaten durfte er das Gefängnis wieder verlassen).



3. Hauptgrund für den Niedergang war die NSDAP

Sie wurde 1919 Gegründet. Im gleichen Jahr trat Hitler in die NSDAP ein. 1923 mislingt der Hitlerputsch. Durch die Partei (Rechtsradikale Richterschaft) kann Hitler jedoch bereits im Dez. 1924 das Gefängnis verlassen (innerhalb dieser Zeit schrieb Hitler sein Buch „Mein Kampf“).
1926 setzt sich die NSDAP unter rechtsradikalen Gruppierungen als führedne Macht duch.
1930 wählten ganze 18,3% die NSDAP. -> Unterstützung der Schwerindustrie.
Durch moderne Wahlkampfmethoden wählen 1932 ganze 37,4% die NSDAP.
30.1.1933 Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler.
Hindenburg war Reichspräsident von 1925 - 1934. Bis 1930 bildeten die Demokratischen Parteien immer die Mehrheit im Reichstag. Sie konnten die Regierung wählen und die Gesetzte verabschieden.
Ab 1930 wollen und können die Demokratischen Parteien keine Mehrheit bilden -> Reichspräsident tritt in Kraft.
Nun kann er die Regierung ein / aussetzen, den Reichstag auflösen und Notverordnungen erlassen.
Nun lässt Hindenburg Artikel 53 in Kraft treten. -> Daduch wird Hitler Reichskanzler (da er Vorsitzender der NSDAP ist, welche die Mehrheit der Stimmen besitzt.) Die tut Hindenburg da er ebenfalls einer aus der alten Reichswehr
 war.
 
Wahlergebnisse von 1924 - 1933 im Überblick:







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